Heimatverein Niederlauterstein e.V.

Schaffung des Bergbauhistorischen Schauobjekts "Tiefer Victoria Stolln" am Fuße der Burgruine


Unser kleiner Ort Niederlauterstein liegt zwar mitten im Erzgebirge, der für diese Gegend typische Bergbau ist bei uns jedoch nur spärlich vorhanden. Eine Ausnahme bildet das Terrain unterhalb der Burgruine Lauterstein. Hier ist zum einen ein Stolln aus der Zeit des Wismutbergbaus zu finden, der durch unseren Heimatverein in den Jahren 2007 und 2008 ein neues, symbolisches Mundloch erhielt (siehe hier).
Zum anderen trifft man einige Meter weiter auf das ehemalige Huthaus „Zum Neuglücker Stolln", einem alten Silberbergwerk, welches bereits 1686 bestanden hat, dessen Mundloch jedoch nicht mehr zugänglich ist.
Schon öfters gab es Hinweise aus der Bevölkerung, dass in diesem Areal ein weiterer Hohlraum, das so genannte „Fledermausloch" existieren muss. Nun gab es die Idee, dieses „Loch" zu suchen und, wenn möglich und sinnvoll, wieder zugänglich zu machen.
Da noch eine kaum sichtbare Öffnung vorhanden war, konnte es lokalisiert werden. Nun galt es, einen provisorischen Zugang herzustellen, um den derzeitigen Zustand, vielleicht auch etwas zu Entstehung und Geschichte feststellen zu können.

Lage des Stollns am Fuße der Burgruine

Bestandsbeschreibung

Nach der ersten, kriechenden Befahrung am 7. November 2009 stand fest, dass es sich um ein Bergwerk handelt. Dieses musste schon vor 1945 angelegt worden sein, da das Fledermausloch bereits im 2. Weltkrieg von den Niederlautersteiner Einwohnern als Luftschutzbunker genutzt wurde, wodurch Wismutbergbau grundsätzlich auszuschließen war.

Der alte Zugang des Stollns

Der Stolln führt ca. 10,50 m Richtung Norden in den Berg, dort endet er mit einem abgestuften Endschaft. Zwei Meter vorher zweigt der Hauptstollen Richtung Westen ab. Nach ca. 26,5 m endet diser Stolln an einem Verbruch, der bis in 4m über Sohle reicht. Die Sohlentiefe des Stollns beträgt am Verbruch ca. 19 m unter Geländeoberfläche.
Um mehr zu erfahren, wurde der Bergbauingenieur Markus Tittes gebeten, den Stolln zu befahren und zu begutachten, was am 20.11.2009 geschah. Schon bald fand er mehrere Schneeberger Gedingezeichen, wodurch der Stolln eindeutig dem Altbergbau zuzuordnen ist, da diese Zeichen vorrangig im 16. und 17. Jahrhundert verwendet wurden. Eine frühere Verwendung dieser Zeichen ist möglich, jedoch nicht nachgewiesen.

Schneeberger Gedingezeichen im Stolln

Weiterhin konnten wir mehrere Bohrlöcher entdecken, die von Hand geschlagen wurden und vermutlich als Sprenglöcher dienten. Sie dürften mit dem Nachriss des Stollns in Verbindung stehen. Eine Besonderheit stellte dabei ein von 2 Bergleuten geschlagenes, so genanntes zweimanniges Bohrloch dar, welches unmittelbar am Verbruch zu finden war.
Im Stolln wurden außerdem Schlegelspuren entdeckt, die ebenfalls dem Altbergbau zuzuordnen sind.

handgeschlagenes Bohrloch

Die Recherche von Markus Tittes im Bergarchiv Freiberg bezüglich des Stolls brachte keine eindeutigen Ergebnisse. 1847 wird jedoch ein Stolln erwähnt, der 5 Lachter nach Norden führt, dann horizontal 6.4 in Westen abzweigt. Er wird mit „Alter Stolln" bezeichnet und damals „Tiefer Victoria Stolln" genannt. Da die Beschreibung recht gut übereinstimmt, auch die Erwähnung des Stollns mit dem vorgefundenen Nachriss in Verbindung gebracht werden kann, haben wir uns entschlossen, den Stolln künftig so zu bezeichnen.
Ältere, im Zusammenhang mit der Burg Lauterstein genannte Stolln, die unserem entsprechen könnten sind z.B. der „Zacharias Stolln" (1576-1579), der „Heilige Christbescherung" (1628), der „St. Jacob Stolln" (1649) oder auch der „Samuel Stolln" der 1708 erwähnt wird. Welcher oder welche der Stolln mit dem Fledermausloch übereinstimmen, konnte bisher nicht geklärt werden.
Der jüngste und offizielle, von der Wismut SAG vergebene Name des Stollns, lautet übrigens „Neubert 2".

Unser Vorhaben

Der Zugang zum Stolln soll wieder neu hergestellt werden. Da dieser ca. 2,50m unter dem jetzigen Geländeniveau liegt, ist eine Flügelmauer und eine Treppenanlage zu errichten, als Absturzsicherung ist auf der Flügelmauer ein Geländer anzubringen. Zur Sicherung des Eingangsbereiches wird ein Mundloch gemauert, welches den gewachsenen Felsen abfängt.

Der Stolln soll als Schauobjekt bis zu einer Tiefe von 10 m frei zugänglich sein. Der dort Richtung Westen abzweigende Stolln wird durch eine abschließbare Gittertür gegen unbefugtes Betreten gesichert. Die Gittertür wird so ausgebildet, dass Fledermäuse ungehindert hindurch fliegen können. Die begehbare Strecke soll elektrisch beleuchtet werden, der abzweigende, versperrte Stolln evtl. einen Strahler erhalten.
Durch das Einbringen von Schotter oder Holzbohlen wird das Begehen des Stollns „trockenen Fußes" auch bei ungünstiger Witterung sichergestellt.

Zur Sicherung von Treppe und Mundloch ist der darüber liegende Hang gegen herabfallendes Gestein zu sichern.
Im Inneren und/oder außerhalb des Stollns informieren Schautafeln über die Geschichte des Stollns bzw. des Niederlautersteiner Bergbaus.

 

Geplanter Zugang zum Stolln

Vor Beginn der Arbeiten sind umfangreiche Genehmigungen einzuholen. Mit dem Grundstückseigentümer, dem Freistaat Sachsen, ist eine Grunddienstbarkeit bzw. ein Nutzungsvertrag zu vereinbaren. Beim Sächsischen Oberbergamt in Freiberg wird ein Anzeigeverfahren zu „einer beabsichtigten Nutzung unterirdischer Hohlräume" erforderlich. Weiterhin ist mit der Stadtverwaltung Marienberg über den Stromanschluss des Stollns zu verhandeln. Zur Mitfinanzierung des Projektes sollen Sponsoren gefunden werden.

Genehmigungsverfahren

Unser Schreiben an das sächsische Oberbergamt vom 22.01.2010 führte dazu, dass Herr Rottluff am 2. März 2010 das Objekt besichtigte und daraufhin die Bergsicherung Sachsen GmbH mit der Vermessung beauftragte. Dafür wurde der Stollnzugang am 16. März 2010 provisorisch geöffnet, nach Abschluss der Arbeiten jedoch wieder verschlossen.
Auf unser Schreiben an die Stadtverwaltung Marienberg vom 23. Februar 2010 hin, erklärte sich diese dankenswerterweise bereit, alle erforderlichen Genehmigungsverfahren für uns zu erledigen.
Daraufhin fand am 19.04.2010 mit einer Vertreterin des Eigentümers, Frau Irmscher vom SIB Chemnitz und Frau Krauß von der Stadtverwaltung Marienberg ein gemeinsamer Ortstermin statt, an welchem unsererseits das Projekt ausführlich erläutert wurde.
Gemeinsam mit der Stadtverwaltung Marienberg wurde nun die „Anzeige zur beabsichtigten Nutzung unterirdischer Hohlräume" formuliert und am 04. Mai 2010 beim Oberbergamt Freiberg eingereicht.
Am 23. Juli 2010 erging der Bescheid, die gewünschten Arbeiten am Stolln wie beantragt durchführen zu können.

Freilegung des Zugangs durch die Bergsicherung Sachsen GmbH

Inzwischen hatte die Bergsicherung Sachsen GmbH den Auftrag erhalten, die Verbruchstelle im Stolln zu untersuchen und ggf. zu sichern. Dazu wurden von der Geländeoberfläche am 5. Mai 2010 fünf Bohrungen zum Hohlraum vorgetrieben. Nach Auswertung der Ergebnisse wurde beschlossen, die gefundenen Hohlräume mit Leichtbeton zu verfüllen. Dafür musste die Verbruchstelle im Stolln eingeschalt werden. Für diese Arbeiten war ein großräumiges Öffnen des Stollnzuganges und ein Abtransport der Aushubmassen erforderlich, was uns für unser Projekt sehr entgegenkam und in der Woche vom 30.08 bis 03.09.2010 erledigt wurde. Der Stollnzugang wurde nicht wieder verfüllt, die Baustelle mit Schreiben vom 15.10.2010 von der Bergsicherung Sachsen an den Heimatverein übergeben.

Bautätigkeiten

Endlich konnten wir nun mit dem eigentlichen Bau beginnen. Am 18. September 2010 fand der erste Arbeitseinsatz statt, bei dem mit einem geliehenen Minibagger der Zugang verbreitert und abgeflacht werden musste. Dies erforderte einiges Geschick, da der Bagger (aus Kostengründen) zwei Nummern zu klein geraten war.

Geländeregulierung durch Jens Fritzsch

Nachdem das Gelände reguliert war, konnte die Flügelmauer eingeschalt werden. Da auch die Erdmassen gegen abrutschen zu sichern waren, entschlossen wir uns, die Bretter als verlorene Schalung im Erdreich zu belassen und wegseitig bereits wieder zu verfüllen, da der Bagger ohnehin noch zur Verfügung stand. Die Aussteifung der Schalbretter erfolgte mit Rundhölzern, die entsprechend des Baufortschrittes wieder entfernt werden mussten.
Mit dem Ergebnis des ersten Arbeitseinsatzes konnten wir sehr zufrieden sein.

Schalarbeiten durch Silvio Kiekebusch und Gert Walther

Für die weiteren Arbeiten hielten wir es für sinnvoll, eine Sauberkeitsschicht aus Beton einzubringen. Dadurch wurde das Einspülen von Schlamm verhindert, gleichzeitig konnte auf der Schicht die Flügelmauer und Treppenanlage errichtet werden.
Am 21. September 2010 erfolgte die Betonage der Sauberkeitsschicht, außerdem wurden gleich noch die untersten beiden Stufen betoniert. Nachdem am 23.09. Treppe und Mauer aufgerissen waren, konnte mit Mauern begonnen werden.

Betonage der Sauberkeitsschicht

Dafür stand uns mit Andreas Weber eine so genannte 1€-Kraft zur Verfügung, die oftmals von einem weiteren Arbeiter, meistens Jörg Weise, unterstützt wurde.
Die Mauer sollte trocken aufgesetzt und mit bewehrtem Beton hinterfüllt werden, um ein optisch ansprechendes und statisch stabiles Bauwerk zu erhalten.

Maurerarbeiten

Die Mauerarbeiten begannen am 27.09.2010. Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten wuchs die Mauer recht schnell. Als Baumaterial standen anfänglich nur ausgelesene Steine aus dem Aushub zur Verfügung. Diese mussten vor Verarbeitung gewaschen und sortiert werden. Die Anlieferung von mehreren Tonnen Steinen durch den städtischen Bauhof war sehr hilfreich, um die Bauarbeiten zügig fortsetzen zu können. Außerdem stellte uns eine Privatperson weitere Steine zur Verfügung, die wir mit einem Multicar am 25.10.2010 transportierten.

Steinverladung in Ritterberg: Silvio Kiekebusch, Rolf Nitzke

Am 16.10.2010 erfolgte der Einbau eines Schaltkastens für die Stollnbeleuchtung und die Anstrahlung der Burgruine. Die seit den Tiefbauarbeiten außer Betrieb genommene Anstrahlung konnte nun wieder in Gang gesetzt werden.
Mit den Mauerarbeiten an der Mauerkrone am 06.11.2010 konnte die Flügelmauer vor dem Wintereinbruch fast vollständig vollendet werden.
Zur Verwirklichung des anspruchsvollen Projektes wurden durch unsere Vereinsmitglieder bisher ca. 100 Stunden gemeinnützige Arbeit geleistet.

Mauer vor Wintereinbruch im November 2010

Ab 1. Mai  2011 konnten die Arbeiten am Stolln fortgeführt werden. Glücklicherweise wurde uns mit Herrn Gunter Ebermann aus Lauterbach wieder eine 1-€-Kraft zugewiesen. Wie sich schon bald herausstellte, war Herr Ebermann genau der richtige Mann für die anstehenden anspruchsvollen Arbeiten.

Für die Betonage musste eine komplizierte Schalung gebaut werden

Als Erstes galt es, im zukünftigen Eingangsbereich des Stollns ein Mundloch anzulegen, welches den gewachsenen Felsen abfangen und abstützen soll, damit ein  gefahrloser Besuch des Bergwerks möglich ist. In Absprache mit Tobias Steinert, der unser Projekt fachlich betreut, wurde festgelegt, den ersten halben Meter in Naturstein zu mauern und anschließend 2 m tief ein Mundloch zu betonieren.

Dafür musste als erstes in zwei Schritten eine aufwendige Schalung gestellt werden. Bis zum Bogen wurde von Hand geschmischt und betoniert, hinter die Schalung  flache Natursteine eingelegt um die spätere Ansicht zu verbessern. Anschließend wurde der Bogen geschalt. Dies musste sehr stabil erfolgen, um die große Last des Fertigbetons abfangen zu können. Die Betonange des Bogens erfolgte schließlich am 29.06.2011, 3,5 m³ Fertigbeton wurden eingebaut.

Nach dem Aushärten konnte die Schalung komplett entfernt werden und es wurde sichtbar, dass Gunter Ebermann ausgezeichnete Arbeit geleistet hatte. Lediglich die eingelegten Natursteine waren nur teilweise sichtbar und wir überlegen noch, ob wir die restlichen freilegen oder die sichtbaren überspachteln.

Nach der Ausschalung bot sich dieses Bild des Mundloches

Nun stand eine noch schwierigere Arbeit auf dem Programm, es galt, den vordersten, sichtbaren Teil des Mundloches mit Naturstein zu mauern. Der Gneis für diese Arbeiten wurden uns vom Pobershauer  Steinbruch geliefert. Die Maurerarbeiten kamen gut voran, bereits am 21. Juli konnte der Schlussstein gesetzt werde. Dieser wurde dankenswerterweise von der Fa. Wolfgang Löschner mit Jahreszahl und den Initialen des Heimatvereins Niederlauterstein  (HVN) versehen. In gleicher Qualität wurde oberhalb des Mundloches noch die Betonmauer mit einer Natursteinmauer verkleidet. Die gesamten Arbeiten am Mundloch wurden Anfang August 2011 abgeschlossen.

Das fertige Mundloch ist eine Augenweide

Nun war noch die große Stützmauer zu vollenden. Die Mauer sollte insgesamt noch um ca. 30cm erhöht werden und war noch in gesamter Länge fertig zustellen. Leider konnte aufgrund einer schweren Krankheit Herr Ebermann diese Arbeiten nicht fertigstellen, ca. 1m der Mauer blieb unfertig liegen. Da eine Genesung in den verbliebenen 2 Monaten der Maßnahme ausgeschlossen war, beantragten wir bei der ARGE einen neuen Maßnahmeteilnehmer, der uns mit Andreas Weber ab 01.09.2011 auch unbürokratisch zugeteilt wurde. Er vollendete noch die Mauer und legte auf der gegenüberliegenden Seite eine weitere Stützmauer an, die er am 20.10. 2011 fertigstellen konnte. Bis zum Ende der Maßnahme schaffte es Herr Weber noch, 5 Stufen der Treppe zu mauern.

Die Stützmauer auf der Hangseite errichtete Andreas Weber

Nach Fertigstellung der großen Stützwand konnte das Geländer gebaut werden. Die Zimmerleute  Silvio Kiekebusch und Jens Fritzsch sowie Eckhard Oettel bauten in einigen Abendeinsätzen aus den Lärchenstämmen ein rustikales, solides und ansehnliches Geländer, Fertigstellung am 22.09.2011.

Silvio Kiekebusch bearbeitet die Stämme für das Geländer

Im Stolln wurde durch Eckhard Oettel eine Beleuchtung installiert, die den gesamten zugänglichen Bereich beleuchtet und am 14.10.2011 erstmals in Betrieb ging.

Weiter ging es nach der Winterpause am 7. Mai 2012. Glücklicherweise hatten sich Heinz Kiekebusch und Gunter Ebermann bereit erklärt, ehrenamtlich die Arbeiten fortzuführen. Gunter hatte noch einige Restarbeiten am Mundloch zu erledigen und ein Geländer gebaut, Heinz beschäftigte sich mit der Fertigstellung der Treppenanlage. Mit Andreas Weber stieß ab dem 14.05.2012 wieder ein 1€- Jobber zu den Beiden.

Heinz Kiekebusch und Gunter Ebermann bei den Bauarbeiten

Nach dem Anbringen eines Maschendrahtzaunes zur Hangsicherung konnte die Baustelle am 25.05.2012 beendet werden.

Jetzt galt es noch die Baustelle von Baumaterial zu beräumen und das Gelände einzuebnen. Dazu hatten wir uns am 30.05.2012 einen großen Radlader bestellt. Uwe Münzner erledigte diese Arbeiten hervorragend, so das wir in kurzer Zeit eine Menge bewegen konnten.

Uwe Münzner im Radlader war uns eine große Hilfe

Am 2. Juni 2012 stand noch ein letzter Arbeitseinsatz auf dem Programm. Das Gelände war noch von alten Laub zu befreien, für die Infotafel waren Halterungen einzubetonieren und die Baubude musste beräumt und gesäubert werden. An diesem Einsatz beteilgten sich zwar nur 5 Personen, trotzdem waren wir mittags soweit fertig, dass der Stollnweihe am darauf folgenden Samstag nichts mehr im Wege stand.

Nach getaner Arbeit hatte man sich eine Pause verdient

Einige Kleinigkeiten waren allerdings vorher noch zu erledigen: Am 05.06. wurde der Rahmen für die Schautafel montiert, am 06.06. wurde das von Wolfgang Börner geschnitzte Namensschild angebracht und am 09.06. wurden vormittags noch die interessanten Punkte im Stolln markiert und die Schautafel angebracht.

Wolfgang Börner beim Anbringen seines geschnitzten Schildes

Nachdem nun alles fertig war, konnte am Nachmittag des 9. Juni 2012 das Schauobjekt "Tiefer Victoria Stolln" feierlich geweiht werden (mehr über die Stollnweihe erfahren Sie hier.)

Eckhard Oettel


mehr Bilder über die Baumaßnahme finden Sie hier


Sturmschäden im August 2013

Durch ein Unwetter am 4. August 2013 war der Eingangsbereich des „Tiefen Victoria Stollns“ unterhalb der Burgruine Lauterstein stark beschädigt worden. Zwei große Bäume waren den Hang hinabgestürzt und hatten das Geländer zerstört.

Zustand des Stollnzugangs Anfang August 2013

Beim Abtransport der Baumstämme gelangten große Mengen Erdreich und Steine auf die Treppen, außerdem wurden die Fundamente für die Infotafel beschädigt und der Steinfangzaun zerstört.

Nach dem Abtransport der Bäume bot sich uns dieses Bild

Nachdem Ende August die Bäume beseitigt waren, sollte der Stolln wieder schnellstmöglich zugänglich gemacht werden. So wurde für den 30. August 2013 ein erster Arbeitseinsatz beschlossen.

Arbeitseinsatz am 30. August 2013

Sieben Vereinsmitglieder beräumten den Hang von losem Gestein, säuberten die Treppe von Unrat und reparierten provisorisch das Geländer. Auch für die Infotafel fanden wir vorerst einen neuen Standort.

Nun war der Stolln wieder gefahrlos für Besucher begehbar.

Zur Beseitigung der Provisorien und zur besseren Sicherung des Hanges gegen herab fallende Steine fand am 5. Oktober 2013 erneut ein Arbeitseinsatz statt. Außerdem sollte die beschädigte Mauer repariert werden. An dieser Aktion beteiligten sich abermals sieben Personen. 5 Stunden waren nötig, um den Stollnzugang wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Jens Fritzsch und Silvio Kiekebusch bei der Reparatur des Geländers

Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns bei den Einsätzen unterstützten, auch für die Versorgung mit Kaffee und Kuchen.

weitere Bilder finden Sie hier