Heimatverein Niederlauterstein e. V.

Erneuerung Ortspyramide


Als eine der ersten Ortspyramiden des ehemaligen Kreises Marienberg dreht die Niederlautersteiner Pyramide seit 1972 alljährlich ihre Runden.
 
 
Unsere Pyramide 1972. Seitdem wurden einige Änderungen vorgenommen.
 
Da die Pyramide ständig den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist, waren  und sind regelmäßige Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten notwendig. Größere Maßnahmen fanden u.a. 1979 und Anfang der 90er Jahre statt.
Im Jahr 2009 war der Zustand unserer Pyramide so schlecht, dass dringend eine umfassende Rekonstruktion stattfinden musste. So waren die Seitenteile morsch, der Motor laut und die Beleuchtung defekt. Auch die Figuren waren stark reparaturbedürftig.

Das morsche Seitenteil ist nicht zu übersehen

Die Pyramide sollte allerdings nicht einfach 1:1 erneuert werden. Ziel war es, die Konstruktion so zu ändern, dass ein einfacherer und schnellerer Auf- und Abbau möglich ist und die Pyramide gleichzeitig optisch  aufgewertet wird. So wurde in der Schnitzgruppe im Winter 2009 beraten, skizziert und konstruiert, wie die Pyramide zukünftig aussehen könnte.

Da die kleine Schnitzgruppe unseres Vereins personell nicht in der Lage war, diese riesige Aufgabe allein zu bewältigen, wurde bei der ARGE eine sogenannte 1€- Kraft beantragt und schließlich auch bewilligt, so dass die Arbeiten Anfang April beginnen konnten. Zuerst wurden durch Rico Seltmann die Figuren repariert und neu bemalt. Durch dessen baldigen Wechsel in den ersten Arbeitsmarkt wurde uns ersatzweise Herr Wolfgang Wagner aus Niederlauterstein zugewiesen. Er erledigte sämtliche weitere Arbeiten selbständig und zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Am 18.09.2009 wurden die Balken gestellt, nun konnten
die Verkleidungen gebaut werden.

Und so ist die neue Pyramide aufgebaut: Statt der bisher 4 Seitenteile werden 4 Eckbalken verwendet, an welchen die Beleuchtung fest montiert bleibt und somit die Kabel unsichtbar eingefräst werden konnten. Zwischen den Balken werden unten und oben Verblendungen montiert, welche auch die technisch notwendigen Teile wie z.B. Antrieb, Lager und Elektroanschluss verdecken. Außerdem erhält die Pyramide ein neues Dach mit größerem Überstand. Flügelrad und Wellenverkleidung wurden wie vorhanden belassen, lediglich neu gestrichen. Teuerste Investition war der neue Getriebemotor der zukünftig die Pyramide antreibt. Um, wie vorhanden, auf eine zweite Untersetzung verzichten zu können, wurde die Drehzahl des Motors entsprechend geringer gewählt.

Der 1. Probelauf der Pyramide fand am 6.11.2009 statt. Gert Walther, Eckhard Oettel und Wolfgang Wagner führen ihn durch. Bis auf einige Kleinigkeit klappte alles problemlos.

Der Rekonstruktion der Ortspyramide kostete über 1200 €. Diese Investition konnten wir als Verein nicht allein bewältigen, so dass wir auf Sponsoren angewiesen waren. An dieser Stelle möchten wir der Sparkasse Mittleres Erzgebirge und der Fa. WÄTAS Wärmetauscher Sachsen GmbH herzlich für ihre großzügige finanzielle Unterstützung danken. Ein weiterer Dank gilt der Fa. Metallbearbeitung HABO Niederlauterstein die uns kostenlos die erforderlichen Mettallbauarbeiten ausführte.

Am 28.11.2009 wurde erstmalig die Pyramide an ihrem angestammten Platz aufgebaut. Obwohl alles gut passte, dauerte der Aufbau doch etwas länger, es fehlte eben noch an Erfahrung.

  

Der Aufbau der Pyramide im Dreieckchen am 28.11.2009, rechtes Bild, v.l.: Eckhard Oettel, Gert Walther, Wolfgang Wagner, Holger Hiemann

Zum 8. Permett- Aschiem am 1. Advent 2009 wurde die Pyramide schließlich feierlich wieder eingeweiht. Die zahlreichen Gäste begutachteten die Pyramide und viele fanden lobende Worte. Bleibt zu hoffen, dass unsere Permett wieder viele Jahre ihren Dienst verrichtet und von Unwettern und Vandalismus verschont bleibt.

 

Die erneuerte Ortspyramide zum Permett-Aschiem und bei Nacht

Die Schnitzer sind stolz auf ihre fast neue Pyramide (v.l. Eckhard Oettel, Gert Walther und Wolfgang Wagner)

Foto: Jan Görner

Eckhard Oettel