Heimatverein Niederlauterstein e. V.    

Zur Geschichte unseres Vereinshauses

Das Gebäude des jetzigen Vereinshauses wurde in den Jahren 1915/1916 als Schule erbaut und am 30. September 1916 eingeweiht. Es löste damals je ein Schulzimmer in der oberen und in der unteren Schule (Postweg 1 und Postweg 13) ab, die baufällig und zu klein geworden waren.
Der Unterricht fand in der unteren Schule ab 2. August 1885 und in der oberen Schule bereits seit Ostern 1836 statt, zuvor mussten die Kinder nach Lauterbach in die Schule.
 

Die neue Schule kurz nach der Fertigstellung, ca. 1917

Die neue Schule erhielt zwei große Klassenzimmer, eine große Wohnung für den Hauptlehrer und eine kleine Wohnung für den Hilfslehrer.

Im Keller befanden sich ein großes Waschhaus und Abstellräume für die Lehrer. Das Waschhaus wurde auch als Bad genutzt.

1927 erfolgte der Anbau eines Lehrmittelzimmers, welches später als Lehrerzimmer Verwendung fand.

Schulklassen in den 20er Jahren, links: Lehrer Franz Müßler 

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges fand kein Unterricht statt, die Schule wurde bis zum 1. Oktober 1945 als Flüchtlingslager genutzt.

1948 erfolgte der Umbau der Wohnung des Hilfslehrers und eines Raumes der Wohnung des Hauptlehrers zu einem 3. Klassenzimmer.

Aufnahme aus den 50er Jahren, gut zu erkennen ist das Ziegeldach 

Nach der Zentralisierung mit der Schule Lauterbach im Jahr 1955 wurde dieses dritte Klassenzimmer wieder frei und als Kulturraum mit einem Fernseher ausgestattet (der dritte im Ort!). Außerdem fanden dort die Gemeinderatssitzungen statt.

Vom 11. bis 16. Februar 1957 erfolgte die Neueindeckung des Turmes, dabei wurde eine Fernsehantenne mit errichtet.

Aus Anlass des 50. Schuljubiläums feierte man  vom 22. bis 31. Juli 1966 ein Schulfest. Den Höhepunkt dieser Festwoche bildete ein Festumzug in 20 Bildern am 31.07.1966.

FDJler und Thälmannpioniere beim Festumzug 1966 

Als 1968 die Niederlautersteiner Schule zur Teiloberschule von Lauterbach wird (Unterricht der Klassen 1 bis 3), muss das Klassenzimmer im Obergeschoss wieder als solches genutzt werden.

Vom 25. März bis zum 7. Juni 1974 wurde das undichte, rote Ziegeldach entfernt, das Dach neu geschalt und mit grauen Kunstschiefern gedeckt. Das notwendige Holz von 40 fm wurde von einigen Niederlautersteiner Bürgern geschlagen und bei der Fa. C. Moritz Reichel zu Schalung geschnitten. Gleichzeitig entfernte man die hölzernen Sanitäranlagen und ersetzte sie durch einen Massivbau.

Während der Bauarbeiten 1974

Im gleichen Jahr wurde im Hausflur ein neuer Terrazzobelag verlegt sowie die Fenster, die Beleuchtung und die Dielung erneuert.

Zum 75. Jubiläum der Schule fand vom 7. September bis zum 15. September 1991 ebenfalls eine Festwoche mit vielen Höhepunkten, u.a. einem Festumzug, statt.

Im Jahr 1992 erfolgte der Anbau der Gemeindeverwaltung mit Sparkasse an das bestehende Schulgebäude.  Im gleichen Jahr wurde die bis dahin 10-klassige Oberschule in Lauterbach zur Grundschule. Für die 4 Grundschulklassen standen in Lauterbach ausreichend Klassenräume zur Verfügung, so dass der Schulbetrieb in Niederlauterstein eingestellt werden musste.

Nach der Schließung der Schule wurden ab 1992 im Obergeschoss wieder 2 Wohnungen eingebaut. Die Klassenräume im Erdgeschoss nutzte zum einen der "Frauenverein Maxi e.V." als Bastelraum, im anderen Zimmer hatten die Senioren ihr Domizil.

Für die Schulküche und den Speiseraum im Keller gab es vorerst keine Nutzung, später zogen Niederlautersteiner Jugendliche ein und nutzten die Räume als Jugendclub. Im August 2000 zog in die Kellerräume die Schnitzgruppe ein.

Seit der Eingemeindung Niederlautersteins nach Marienberg 1996 war die Stadt Marienberg Eigentümer des Gebäudes.

Die Auflösung des Frauenvereins in Niederlauterstein und der Bedarf an einem großen Versammlungsraum für alle Niederlautersteiner Vereine führten Ende 2002 zu Überlegungen für einen Umbau der beiden Klassenräume. Mit finanzieller Unterstützung des neuen Eigentümers, der Stadtwerke Marienberg GmbH (Tochterunternehmen der Stadt Marienberg), konnte bereits im Februar 2003 mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Durchbruch zwischen den beiden ehemaligen Klassenräumen 

Durch die Baufirma „Glück Auf“ aus Lauterbach wurde zwischen den beiden ehemaligen Klassenräumen ein großer Durchbruch angelegt. Außerdem wurde durch eine Trockenbauwand eine Küche abgeteilt und zu dieser eine neue Tür geschaffen. Durch die Tischlerei Hiemann aus Zöblitz wurden 3 neue Türen eingebaut.

In Eigenleistung wurde durch den Heimatverein Niederlauterstein, der bei den Umbauarbeiten federführend war, zum Beispiel die Holzverkleidung der Außenwände erneuert, die Elektroanlage neu installiert, Fußbodenplatten verlegt, neue Fensterbretter eingebaut, Fließen-, Mauer- und Trockenbauarbeiten erledigt und alle Malerarbeiten durchgeführt. Außerdem wurde eine neue Küche beschafft und eingebaut.

Mitglieder des Heimatvereins bei der Arbeit 

In 3 Monaten Bauzeit und nahezu 400 Stunden Eigenleistung konnten sehr schöne Vereinsräume geschaffen werden. Diese stehen nun auch für private Feiern zur Verfügung.

Am Freitag, den 16. Mai 2003, fand die offizielle Eröffnungsfeier statt.

Durch die Stadtwerke Marienberg GmbH erfolgten im Jahr 2007 die umfangreichsten Sanierungsarbeiten des Gebäudes seit dessen Bau 1916. Begonnen wurde am 26.03.2007 mit den Trockenlegungsarbeiten der Grundmauern am Anbau der Schule (ehemaliges Gemeindeamt). Anschließend erfolgte im gesamten Gebäude der Einbau neuer Kunststofffenster und die Anbringung eines Vollwärmeschutzes.

Trockenlegungsarbeiten am Anbau (Fa. "Glück Auf" Lauterbach)

Auch die asbesthaltige Dacheindeckung von 1974 musste neuen Kunstschiefern weichen. Die Turmspitze wurde am Dienstag, den 15.05.2007 demontiert und am Freitag, den 25.05.2007 wieder aufgesetzt. Die vorgefundene Kapsel wurde erneuert und mit aktuellen Dokumenten ergänzt.

Im Inneren wurde die Raumaufteilung und Nutzung geändert. Aus 6 Toiletten und 1 Abstellraum entstanden 2 moderne WC’s, 3 Abstellräume und 1 Büro. Im Hausflur erfolgte der Einbau einer Unterdecke, die Elektroanlage wurde erneuert und Malerarbeiten durchgeführt.

Im Inneren wurden in Eigenleistung neue Raumstrukturen geschaffen

Im Anbau der ehemaligen Gemeindeverwaltung wurde eine neue Ölheizung eingebaut, das Gebäude vom Heizhaus am Kindergarten wieder abgekoppelt.

Durch zahlreiche Mitglieder des Heimatvereins wurden in ca. 250 Stunden Eigenleistung Trennwände abgebrochen, Sanitärinstallation demontiert, die Innentüren aus- und wieder eingebaut, Maurer-, Putz- und Malerarbeiten ausgeführt, die Decke im Vorhäuschen erneuert und neue Bodenbeläge verlegt.

Während der Bauarbeiten an der Fassade

Die Feierstunde zum Abschluss der Sanierungsarbeiten am Vereinshaus Niederlauterstein fand am 24.07.2007 statt.

Im November 2007 erfolgte im kleinen Vereinsraum der Einbau einer Theke zum Fassbierausschank. Das erforderliche Möbel fertigte Tischlermeister und Vereinsmitglied Heinz Wohlgemuth aus Niederlauterstein.

Den Vereinen und Bürgern von Niederlauterstein steht nun ein modernes und voll saniertes Vereinshaus zur Nutzung zur Verfügung.
 
 
 
Eckhard Oettel                                                                zurück  
  

Nutzung unseres Vereinshauses als Kindergarten

Die von Eltern und Erzieherinnen schon lange herbeigesehnte Sanierung unserer KiTa "Kinderland" in Niederlauterstein sollte im August 2010 endlich beginnen.

 

Die Kita "Kinderland" vor der Sanierung im August 2010

Auf Grund des Umfanges der Sanierungsarbeiten und des großen Zeitdruckes war es allerdings unmöglich, das Gebäude währenddessen als KiTa weiterzunutzen. Also musste ein geeignetes Ausweichquartier gefunden werden, welches sich möglichst auch zentral in Niederlauterstein befinden sollte.

Dafür kam eigentlich nur unserer Vereinshaus in Frage, das durch seine Nähe zum Spielplatz der KiTa und die schönen sanierten und ausreichend großen Räume ideale Voraussetzungen bot. Nach dem OK durch das Landesjugendamt und einigen Absprachen zur gemeinsamen Nutzung der Räume durch die Niederlautersteiner Kinder und Vereine konnte am 16.08.2010 der Kindergarten schließlich einziehen.

 

Schlafraum und Spielzimmer im großen Vereinsraum

Im kleinen Vereinsraum kann ebenfalls gespielt und gegessen werden

Nach Aussage der Erzieherinnen haben sich die Kinder gut eingewöhnt und fühlen sich wohl. Trotzdem können es alle natürlich kaum erwarten, Mitte November in den hoffentlich schön sanierten Kindergarten zurückzukehren.

Unsere KiTa während der Sanierungsarbeiten im Oktober 2010


Einbau einer Schallschutzdecke und einer Musikanlage 2015

Zur Verbesserung des Schallschutzes in unseren Vereinsräumen wurde in der Woche vom 9. bis 13. März 2015 im Auftrag des Vermieters, der Stadtwerke Marienberg GmbH, eine Schallschutzdecke eingebaut.

Beschäftigte der Fa. Lindner beim Bau der Unterkonstruktion...

und beim Verspachteln der Schallschutzdecke

Unser Verein ging als Gegenleistung die Verpflichtung ein, die Lärmbelästigungen wegen lauter Musik durch den Einbau einer Musikanlage zukünftig zu verhindern. Die Anlage wird so in der Lautstärke begrenzt, dass keine Belästigungen mehr auftreten, dennoch aber in den Vereinsräumen ein guter Klang vorzufinden ist. Alle Mieter unserer Vereinsräume können diese Anlage gegen einen kleinen Aufpreis nun nutzen, eigene Musikanlagen dürfen nicht mehr verwendet werden.

An die Anlage können sich DJ’s aber auch Alleinunterhalter und Musikgruppen direkt anschließen, selbst mit einem Smartphone kann Musik abgespielt werden.

Um den Qualitätsansprüchen der Künstler zu entsprechen, wurde durch Thomas Reichel von EMC- Enjoy eine Anlage geplant und eingebaut, die keine Wünsche offen lassen dürfte.

Im Anschluss an die Bauarbeiten wurden durch unsere Vereinsmitglieder die Vereinsräume umfassend renoviert. Die Festlegung der neuen Farbgebung, die auch einige kräftige Farbtupfer beinhaltet, gestaltete sich schwieriger als gedacht. Doch inzwischen fanden die gewählten grünen Farbtöne viel Zuspruch. Als kleiner Blickfang wurde eine große Wandfläche mit unserer Burgruine bemalt.

Die Malerarbeiten in den Vereinsräumen erfolgten am Vormitag des 14. März 2015 (im Bild Jürgen Bräuer und Silvio Kiekebusch)

Unerwartet schnell waren die Arbeiten noch vorm Mittag beendet (im Bild Bernd Reichel),

so dass die Frauen bereits 13:00 Uhr mit den Reinigungsarbeiten beginnen konnten.

Wir wollen nun hoffen, dass wieder viele Mieter unsere  in neuen Glanz strahlenden Vereinsräume nutzen und die Beschwerden wegen Lärmbelästigungen der Vergangenheit angehören.

Für die Unterstützung bei dieser Maßnahme möchten wir uns herzlich bedanken bei:

  • IB Wohlgemuth, Thomas Wohlgemuth
  • EMC-Enjoy, Thomas Reichel
  • Stadtwerke Marienberg GmbH
  • ISO- Lindner, Lengefeld
  • und den vielen fleißigen Helfern aus unserem Verein.