Heimatvereins Niederlauterstein e. V.

Wanderparkplatz Schlossmühle


Nach dem Abriss der alten Fabrikgebäude der ehemaligen Pappenfabrik Clausnitzer durch die Stadt Marienberg im November 2002 suchte die Stadtverwaltung nach einer sinnvollen Nachnutzung des Geländes. Fest stand, dass ein Parkplatz für die Besucher der Burgruine entstehen sollte und der Platz auch für die weitere touristische Vermarktung der Burgruine genutzt werden könnte. Für die Realisierung würden allerdings Fördermittel nötig werden.

Abriss der Fabrikgebäude im November 2002  (Foto:Christian Langer)

Im Herbst 2003 bat die Stadtverwaltung den Heimatverein Niederlauterstein e.V. einen Gestaltungsvorschlag für das Areal zu erarbeiten. Dieser wurde im November 2003 übergeben und sah einen befestigten Wanderparkplatz mit 32 Stellplätzen im vorderen Teil und eine kleine Parkanlage im hinteren Teil vor. Der Parkplatz sollte außerdem als Standort für ein Festzelt geeignet sein.

Aufgrund unseres Vorschlages erfolgte am 17. Februar 2004 ein Treffen von Verantwortlichen des Bauamtes der Stadtverwaltung mit dem erweiterten Vorstand des Heimatvereins. Der Vorschlag wurde grundsätzlich für gut empfunden, lediglich die Anzahl der befestigten Stellplätze sollte drastisch auf die Hälfte reduziert werden. Nach einer möglichen Fördermittelbeantragung Ende 2004 würde die Baumaßnahme im Jahr 2005 durchgeführt werden können. Doch dazu kam es nicht, aufgrund fehlender Fördermittel wurde der Bau auf unbestimmte Zeit verschoben. 

Eine nochmalige Anfrage im Februar 2007 ergab, dass bis 2010 keine finanziellen Mittel im Investitionsplan der Stadt vorgesehen sind, ein Ausbau demzufolge nicht möglich ist.

Trotzdem nutzten wird 2008 das Areal, um im Rahmen der Niederlautersteiner Jubiläumswoche einige überaus gelungene Veranstaltungen dort durchzuführen (mehr darüber erfahren Sie hier).

"De Schal(l)ies" spielten 2008 auf dem Parkplatz am Fuße der Burgruine

Am 2. Oktober 2009 bekamen wir dann die Auskunft, dass ein Ausbau des Platzes aus finanziellen Gründen die nächsten 5 Jahre ausgeschlossen ist.

Nach einer erneuten schriftlichen Anfrage unseres Vereinsmitgliedes und Stadtrates Thomas Wohlgemuth am 25.10.2009 kam jedoch wieder Bewegung in die Angelegenheit und es wurde ein gemeinsamer Beratungstermin am 1.12.2009 vereinbart. Hier wurde nochmals unser Anliegen besprochen und die Aufnahme der Baumaßnahme in das Investitionsprogramm für das nächste oder übernächste Jahr zugesichert.

Am 6. Juni 2010 reichten wir schließlich einen überarbeiteten und abgespeckten Gestaltungsvorschlag ein, der die Grundlage für die Ermittlung des Finanzbedarfes bilden sollte.

Gestaltungsvorschlag von Eckhard Oettel in Abstimmung mit der Stadtverwaltung und dem Heimatverein

Im März 2011 hatte das Warten schließlich ein Ende. Die Stadtverwaltung Marienberg hatte für die Jahre 2011 und 2012 Haushaltmittel für den Bau des Wanderparkplatzes eingestellt und am 15.03.2011 zu einem gemeinsamen Beratungstermin geladen.

Die Bauarbeiten sollen in zwei Bauabschnitten erfolgen und vom städtischen Bauhof unter teilweiser Verwendung vorhandener Baumaterialien erledigt werden. Der erste Bauabschnitt 2011 soll die Gestaltung der ovalen Grünfläche umfassen, im 2. Bauabschnitt sollen 2012 fünf Stellplätze angelegt und die Zufahrt befestigt werden.

Die Bauarbeiten des ersten Bauabschnittes wurden für Mai und Juni 2011 angekündigt. 

Die Bauanlaufberatung fand am 25. Mai 2011 statt, jedoch wurde erst mit einiger Verspätung am  15.08.2011 mit den Bauarbeiten begonnen, die Arbeiten gingen aber zügig voran.

Nachdem als erstes das Fundament für die vom Heimatverein zu errichtende Sitzgruppe eingebaut war, wurde die Umgrenzung des Grünflächen- Ovals mittels großformatiger Granitsteine angelegt. Zuvor musste jedoch ein im Baufeld liegender Schacht des Energieversorgers abgebrochen und verfüllt werden.

Bautenstand am 7. September 2011

Nach Fertigstellung der Umrandung wurde der Weg durch die Grünfläche und die Pflasterfläche um die zukünftige Sitzgruppe angelegt.

Der Heimatverein hatte inzwischen eine große Astgabel anliefern und schälen lassen. Diese soll die Überdachung der Sitzgruppe tragen. Die Astgabel wurde im Zuge der Pflasterarbeiten vom Bauhof in das Fundament eingebaut.

So ähnlich soll die Sitzgruppe des Heimatvereins einmal aussehen

Am 08.09.2011 wurde die Infovitrine aufgestellt. Die Vitrine stand ursprünglich auf dem Marienberger Marktplatz und wird künftig u.a. Karten, Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Fahrpläne und aktuelle Ankündigungen enthalten. Die Ausgestaltung der Vitrinen übernimmt der Heimatverein Niederlauterstein e.V., die ersten beiden Schaukästen wurden am 23.10.2011 bestückt.

Die große Vitrine wird vom Heimatverein bestückt und gepflegt

Mit dem Aufbringen des Mutterbodens und der Beräumung der Baustelle wurde Anfang Oktober 2011 der erste Bauabschnitt beendet.

Stand der Bauarbeiten im Oktober 2011

Anfang 2012 entstand in der Werkstatt des Bau- und Montageservice Jens Fritzsch aus Niederlauterstein das Dach der Sitzgruppe für den Parkplatz.. Das schöne und milde Wetter machte es möglich, dieses am 19.03.2012 zu montieren. In der vorangegangenen Woche war die Astgabel bereits gekürzt und so bearbeitet worden, dass das Dach problemlos aufgesetzt werden konnte. Dazu war der Einsatz eines LKW’s mit Ladearm nötig.

Da alles gut passte, konnte das Dach der Sitzgruppe  schon am Montag fertig gestellt und mit Dachpappe regendicht gemacht werden.

Anschließend wurde der Stamm abgeschliffen und gestrichen sowie der Dachbelag aufgebracht. Mit der Montage der Spitze mit Wetterfahne, die von der Firma Jens Fritzsch gespendet wurde, und dem Aufstellen der Sitzbänke konnte unsere Sitzgruppe im Juni 2012 fertig gestellt werden.

Seitdem nutzen zahlreiche Wanderer, Radfahrer und Ausflügler die Möglichkeit einer Rast unter unserem Sitzpilz im schönen Pockautal.

Auch der städtische Bauhof hat bereits am 20.03.2012 wieder mit den Bauarbeiten beginnen können. Als erstes wurden entlang der Fahrbahn Naturstein- Borde gesetzt und ein neuer Gehweg angelegt.

Dies musste allerdings in zwei Abschnitten erfolgen, um jederzeit die Zufahrt zum benachbarten Grundstück zu gewährleisten. Inzwischen ist der Fußweg fertig gestellt worden.

Im Sommer sollen durch den Bauhof noch mindest 5 Parkbuchten entstehen und einige Bänke aufgestellt werden.

Die Schnitzgruppe des Heimatvereins ist schon seit geraumer Zeit damit beschäftigt, einen neuen Wegweiser für den Parkplatz zu schnitzen.

Wir hoffen, dass alle Arbeiten bis zur geplanten Einweihung des Parkplatzes im Rahmen des Herbstfestes am 15. September 2012 abgeschlossen werden können.

Die Sitzgruppe stellt für den Heimatverein Niederlauterstein e.V. eine große Investition dar. Um die Finanzierung zu sichern, sind wir dringend auf Spenden angewiesen. Wer unser Projekt „Sitzgruppe am Wanderparkplatz“ finanziell unterstützen möchte, kann uns gern eine Spende zukommen lassen. Natürlich erhalten Sie eine steuerlich absetzbare Spendenquittung.

Wir möchten uns herzlich bei den Firmen und Privatpersonen bedanken, die bereits gespendet haben:

WÄTAS Wärmetauscher Sachsen GmbH

● Holger und Kerstin Hiemann

● Sabine Degelmann

● Bau- und Montageservice Jens Fritzsch

Ingenieurbüro Thomas Wohlgemuth

 

Eckhard Oettel

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