Wanderfreunde im Heimatverein Niederlauterstein e. V.


Herbstwanderung im Bornwald

Bei recht milden Temperaturen und trockenem Wetter, jedoch bewölktem Himmel, machten sich am Sonntag, den 25.10.2015, eine große Gruppe von 28 Wanderfreunden aus Niederlauterstein auf den Weg, um der Enthüllung einer neuen Figur im Bornwald beizuwohnen.

Da es für eine Wanderung von Niederlauterstein aus zu weit war, entschieden wir uns bis nach Börnichen mit den PKW’s zu fahren.

Unsere recht große Wandergruppe auf dem Weg zum Treffpunkt im Bornwald

Von dort aus durchwanderten wir den herbstlichen Bornwald bis zur Kreuzung Alte Kalkstraße- Oberer Hängeweg. An dieser Stelle war die Übergabe einer neuen geschnitzten Figur angekündigt. Schon von weitem konnten wir dort viele Gäste und das Versorgungszelt erkennen und wir suchten uns ein freies Plätzchen.

Eine große Zahl Besucher hatte sich eingefunden, um bei der Zeremonie dabei zu sein

Die Schnitzer Gottfried Kahl und Günter Reichel, die der Interessengemeinschaft „Bornwaldfreunde“ angehören, hatten in monatelanger Arbeit einen Lärchenstamm in den Mundartdichter und -sänger Anton Günther verwandelt. Diese über 2m große Figur sollte nun enthüllt werden. Eröffnet wurde die Zeremonie mit einem Stück der Jagdhornbläsergruppe Flöhatal. Danach sprach Gottfried Kahl  über das Leben Anton Günthers und den Grund, im Bornwald eine solche Figur aufzustellen. Leider konnten wir aufgrund technischer Probleme mit der Verstärkeranlage kaum ein Wort verstehen. Nach der Enthüllung der Figur, die mit viel Beifall bedacht wurde, boten eine Konzertinagruppe und der Großolbersdorfer Bernd Wagner mit seiner Gitarre, noch einige Anton- Günther- Stücke dar. Leider waren auch diese  Musikstücke nur schlecht zu hören.

Einige Anton- Günther- Lieder erklangen auch nach der Enthüllung, z.B. hier "Bild dir nischt ei"

Wieder für alle verständlich sorgten die Jagdhornbläser für einen gelungenen Abschluss der Feierstunde.

Bevor es auf den Heimweg ging machten wir noch ein Gruppenfoto mit unserem Heimatdichter

Wir machten uns nun wieder auf den Rückweg nach Börnichen, nicht aber ohne uns vorher mit Bratwurst, Bier oder Glühwein gestärkt zu haben.

Der Rückweg nach Börnichen war leicht zu schaffen

Auf dem Rückweg nach BörnichenIn Niederlauterstein angekommen wollte so recht noch niemand nach Hause gehen und so baten wir kurzerhand Günter Dienewald für uns seine Sportklause zu öffnen, was er auch gerne und unkompliziert tat. Dafür möchten wir uns hiermit nochmals recht herzlich bedanken.

Wie schon oft klang in gemütlicher Runde unser Herbstwandertag gegen Abend in unserer Niederlautersteiner "Stammkneipe" aus.

E. Oettel


Wanderung „Auf den höchsten Gipfeln des Erzgebirges“

Am Mittag des überaus sonnigen und heißen 6. Juni 2015 trafen sich 35 Wanderfreunde aus Niederlauterstein und Umgebung, um sich zu einer für uns eher ungewöhnlichen Wanderung aufzumachen.

Diesmal hieß es, auf den höchsten Gipfeln des Erzgebirges zu wandern. Von Niederlauterstein aus ließ sich das natürlich nicht bewältigen und so fuhren wir gemeinsam mit dem Sonderbus auf den 1215 m hohen Fichtelberg.

Nach einer kurzen Begrüßung vor der Friedensglocke  durch unseren „Wanderchef“ Tino Kermer, begannen wir unsere Wanderung mit dem Abstieg in Richtung tschechischer Grenze. Nach wenigen hundert Metern ging es jedoch schon wieder bergan, als wir den Kleinen Fichtelberg (1205 m), einem Nebengipfel des Fichtelberges, erklimmen mussten. Nachdem das geschafft und die reich blühenden Blaubeeren bewundert waren, führte uns der Wanderweg aber erstmal nur noch abwärts. Unser nächstes Ziel war der kleine Bergstadt Gottesgab (1028 m), die durch den bekannten Heimatdichter Anton Günther berühmt geworden ist. Nachdem wir den zum großen Teil liebevoll restaurierten und gepflegten Ort erreicht hatten, nutzten wir die zahlreichen Gaststätten im Ortszentrum, um unseren Durst und den kleinen Hunger zu stillen.

Unser weiterer Weg sollte uns auf den etwas außerhalb gelegenen Friedhof des Städtchens führen. Aber gleich nachdem wir aufgebrochen waren, überraschte uns ein starker Gewitterguss und wir suchten unter Vordächern, in Garagen und Hausfluren Unterschlupf. Der Regenschauer dauerte zum Glück nicht lange, die Sonne schien wieder und wir kamen halbwegs trocken auf dem Friedhof an. Dort besuchten wir die letzte Ruhestätte Anton Günthers, der am Vortag, also dem 5. Juni 2015, seine 139. Geburtstag gefeiert hätte. Aus diesem Anlass und zum Andenken sangen wir eines seiner schönsten Lieder- „Wu de Walder haamlich rauschen“.

Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher zum Geburtshaus Anton Günthers, das durch eine geschnitzte Tafel gekennzeichnet ist aber nur von außen besichtigt werden kann.

Nachdem wir Gottesgab wieder durchquert hatten, stand das anstrengendste Stück der Wanderung auf dem Programm, der Aufstieg zum 1244 m hohen Keilberg, ebenfalls auf tschechischer Seite. Dazu waren 216 Höhenmeter und eine Entfernung von ca. 4 km zu überwinden. Belohnt wurden wir für die Mühen mit herrlichen Ausblicken auf unser schönes Erzgebirge. Und natürlich wartete auf dem Gipfel eine Belohnung in Form eines Kaffees oder eines böhmischen Bieres, so dass die letzten Meter zum Gipfel dann auch etwas leichter fielen.

Etwas später als geplant traten wir vom Keilberg aus gegen 17:45 Uhr mit unserem Sonderbus wieder die Heimfahrt an.

Eine wunderschöne Wanderung lag nun hinter uns und wird uns sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Eckhard Oettel